Das Wort der Woche (14): Pustekuchen!

Na, wo bleibt er denn, der Sommer? Ist er etwa selbst auf Reisen gegangen?

Hier im Norden scheint das sommerliche Wetter nur phasenweise anwesend zu sein. Ein typischer Fall von: „Ätsch, Pustekuchen!“. Wir bekommen eben nicht das, was wir uns wünschen oder vielleicht erwarten.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir das Bild, was sich in meinem Kopf formt. Ein Kuchen aus Puste? Was mag wohl dahinter stecken? Natürlich weiß Wikipedia da ein wenig mehr. Mir gefällt aber die Vorstellung von einem unsichtbaren Pustekuchen. Oder ist es vielmehr ein gerade fortgepusteter Kuchen, dessen Streusel gerade im Flug an mir vorbeirauschen? Sehr inspirierend, die Deutsche Sprache.

Kennt und benutzt ihr dieses Wort? Oder benutzt ihr ein anderes für solche Gelegenheiten?

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16 Kommentare zu „Das Wort der Woche (14): Pustekuchen!“

  1. Hallo Julia, schön, dass Du wieder ein Wort gefunden hast, zu dem ich mal gleich meinen Senf dazu geben will: Vor einigen Jahren war ich mit meiner Tochter und ihrer Familie auf dem Mählhof, einem idylischen alten Hof inmitten der Peenewiesen, verabredet. Meine Kinder sollten dem Hund der befreundeten Eigentümer, die verreist waren, etwas Gesellschaft leisten. Ich stellte den noch warmen Kuchen, den ich nach unserer Verabredung noch schnell gebacken hatte , auf die kühlen Eingangstufen in den Schatten. Schon kam die kleine Familie. Meine Enkel freuten sich, dass die Oma auch da war und sogleich waren wir ins Spiel vertieft. Meine Tochter ließ erst einmal Jimmy aus dem Zwinger und versorgte ihn mit Futter und Wasser. Jimmy war ein Riese von Hund und fing sogleich ein wildes Spiel mit Mimi, der Hündin meiner Kinder an. Fröhlich jagten die beiden Hunde laut kläffend über den Hof. Plötzlich war Stille. Ich drehte mich erstaunt um und erstarrte zur Salzsäule. Dann stürtze ich mich laut schimpfend auf Jimmy, der gerade laut schmatzend den leckeren Quarkkuchen verspeiste. Mimi stand mit tropfendem Zahn daneben. Also jagte ich Jimmy laut schimpfend davon und gab den kärglichen Rest Mimi, die sich nicht bitten ließ, den Kuchen bis zum letzten Krümel zu verspeisen. Lachend nahm mich meine Tochter in den Arm und sprach: „Tja Mama, das ist ja wohl ein typischer Fall von Pustekuchen.“ Zum Gück hatte sie noch einige Ökokekse dabei….

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    1. Liebe Hedwig,
      vielen Dank für diese lustige Geschichte aus dem wahren Leben!
      Da war das Wort doch wirklich sehr passend 😉 Ich hoffe ihr hattet danach noch eine gute, gemeinsame Zeit.
      Tja, wenns plötzlich still wird, ist meistens etwas im Gange.. 😉
      Liebe Grüße
      Julia

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