Das Wort der Woche (12): offline

Wieviel Zeit verbringen wir wirklich vor Monitor, Touchscreeen und Co.? Ich erlebe derzeit, wie sehr ich daran gewöhnt bin, das Internet zu nutzen. Ganz schön seltsam, wenn man dann gezwungenermaßen einige Tage offline ist.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war ich ein Weilchen unterwegs. Von meinem kleinen Urlaub werde ich sicherlich bald berichten. Inzwischen bin ich schon ein paar Tage wieder zu Hause, habe aber nur mobiles Internet, und auch das erst seit heute. Das liegt nicht nur an meinem leeren Handyguthaben, sondern auch an einem Anbieterwechsel, der drigend notwendig war. Bis der neue Anschluss für Telefon und Internet steht, muss ich mich allerdings noch einige Tage gedulden (vielen Dank an dieser Stelle, dass der Termin für die Freischaltung schon zweimal verschoben wurde).

Nun erlebe ich also eine Weile lang wie es ist, wenn mir ein vernetztes Leben verwehrt bleibt. Ich kann weder arbeiten, noch hier schreiben, kurz bei Wikipedia etwas nachschauen oder schnell mal googlen. Auch Filme schauen kann ich nicht (wie wenige DVDs ich habe war mir gar nicht klar..).

Noch dazu ist ja auch das Telefon unbrauchbar, was mache ich nur, so von der Außenwelt abgeschnitten? Ich lese viel, gehe im Regen spazieren, mache Yoga, nehme mir viel Zeit zum Singen, Musikhören und in die Stille lauschen. Außerdem habe ich endlich ein paar Briefe geschrieben und verschickt, war brav im Fitnessstudio und habe ganz in Ruhe Lebensmittel eingekauft. Ich mache mir Pläne für die nächsten Tage, vertiefe mich in alte Unterlagen und Notizen, krame die Buntstifte hervor und halte einfach öfter mal inne.

So eine erzwungene Offline-Zeit führt mir meine Abhängigkeit vor Augen, was mich erschreckt und zugleich auch ärgert.

Nein, ich greife auf keinen Hotspot-Dienst zu! Ich werde geduldig warten, bis alles wieder funktioniert. Diesen Beitrag hier muss ich aber dann doch loswerden.. Ein hoch auf das – wenn auch begrenzte – mobile Netz.

Ich wünsche euch einen angenehmen Sonntag und ziehe mich wieder zurück in meine Offline-Welt. Macht es euch schön!

(Kommentare lese und beantworte ich nach meiner Rückkehr ins WWW!)

 

Hier findet ihr noch mehr zum Wort der Woche !

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7 Kommentare zu „Das Wort der Woche (12): offline“

  1. Ich glaube mir täte eine Woche Digital-Detox auch gut. Die Alternativen, die sich einem in so einer Phase aufdrängen, fühlen sich wahrscheinlich erst mal lästig und ungewohnt an. Auf der anderen Seite ist dann man wohl näher dran an dem was wirklich zählt.

    P.S. Freue mich trotzdem, dass du „wieder da“ bist 😉

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  2. Da frage ich mich, wie ich bis vor nunmehr 15 Jahren ohne Netz zurecht kommen konnte 🙂 Es stimt schon, eine Menge geht ohne eben nicht oder nur sehr umständlich, sprich zeitintensiv, so wie früher eben. Andererseis kostet das tägliche surven auch Zeit, unter`m Strich wohl sehr viel mehr, da wir uns nicht auf das Not-wendige beschränken, sondern konsumieren.

    Danke für`s erinnern und bis bald !

    Gefällt 5 Personen

  3. Vor einigen Tagen war unser DSL-Anschluss mal wieder gestört. Da merkt man erst einmal, wie abhängig man doch inzwischen vom Internet ist. Nun hoffe ich auf die Rückkehr des Sommers, denn draußen auf dem großen Grundstück gibt es viel zu tun und wenig W-Lan.

    Gefällt 1 Person

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