Das Wort der Woche (11): Traumtänzer

Wieso nicht einfach mal lostanzen, sich von den eigenen, leichten Schritten führen lassen, ganz intuitiv? Muss auch gar nicht im Traum sein!

Für das Wort der Woche habe ich mir dieses Mal einen – wie ich finde – besonders schönen Buchstabenhaufen ausgesucht. Dabei muss ich gleich zu Anfang klarstellen: Ich sehe dieses Wort durchweg positiv! Wer andere Menschen abfällig und belächelnd als Traumtänzer bezeichnet, hat wohl noch nie selbst im Traume das Tanzbein geschwungen. Oder seine eigenen Träume aus den Augen verloren.

Schade, dass sogar im Duden vermerkt ist, dass dieser Begriff abwertend gemeint ist. Muss das zwangsweise so sein? Sind Traumtänzer tatsächlich wirklichkeitsfremde Menschen, die ihre Ideale nie erreichen werden? Ich finde nicht!

Natürlich sollte man den Bezug zur Realität, zum Hier und Jetzt, nicht völlig verlieren. Aber wieso sind Menschen mit Visionen, einem starken Glauben an das Gute oder verrückten Ideen gleich traumtänzerische Spinner?

Was habt ihr für Assoziationen zu diesem Wort? Seid ihr manchmal vielleicht auch ein Traumtänzer? Wen würdet ihr mit diesem Wort betiteln? Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen!

Hier findet ihr noch mehr zum Wort der Woche !

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19 Kommentare zu „Das Wort der Woche (11): Traumtänzer“

    1. Ein Traumtänzer ist für mich ein Träumer. Ich träume gern, aber ich lebe auch gern. Wer sich natürlich in seinen Träumen verirrt und darüber das Leben vergisst, der sorgt dann dafür, dass der Traumtänzer negativ bewertet wird, weil :“Träume sind Schäume“ 😉

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      1. Sind Träume denn wirklich immer Schäume? Weisen sie uns nicht hier und da auch den Weg für unsere Realität? Natürlich ist – wie in so vielen Dingen – das rechte Maß von großer Bedeutung.
        Ich lebe und träume gern und hier und da ein bisschen verirren finde ich manchmal sogar inspirierend.
        Alles Liebe
        Julia

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    2. Ich würde mich auch nicht als gute Tänzerin bezeichnen und bewundere Menschen, die sich so gut im Tanze bewegen können! 🙂
      Schön, dass du dieses Wort rein positiv wahrnimmst. Die Antworten diesbezüglich fallen ja sehr unterschiedlich aus.
      Herzliche Grüße,
      Julia

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  1. Guten Morgen Träumerin 🙂 ,

    es stimmt, auch in meiner Erinnerung hat dieses Wort eine durchweg negative Assoziation, im Sinne von mangelndem Realitätssinn, abstruse, kaum in „vernünftigen“ Rahmen umsetzbare Vorstellungen, nicht vorhandener Bodenhaftung wieder im Sinne von „vernünftig“.

    Von „Vernunft“ allein kann leider kein Mensch leben. Es braucht auch Träume im Sinne von Visionen, oder im Sinne von „den Geist einfach so mal treiben lassen“, zur Ruhe kommen. Wolken angucken, Wasser beobachten, scheinbar „nichts“ tun – oder sich mal zur Musik bewegen und sich „nichts“ dabei zu denken (!) Das sind die Träume des Augenblickes, die ebenso wichtig sind, wie jene der Visionen.

    Ich wünsche dir einen guten Sonntag !

    PS: Dieses Lied zeigt, wo es hinführen kann, wenn Träume „erschlagen“ werden. In Teilen habe ich es so gespürt …

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    1. Lieber Reiner,
      vielen Dank für deine spannenden Worte und Gedanken dazu. Was ist schon vernünftig, und wer entscheidet das? Ich glaube „vernünftig“ wird bei mir eher zum Unwort der Woche 🙂

      Ob nun Träume des Augenblicks oder der Visionen: Ich finde auch beides sehr wichtig und genieße es, wenn ich diese Träumen kann. Denn das ist gar nicht so leicht, wenn man auf Bodenhaftung bedacht ist. Ich glaube aber, dass ich so langsam eine gute Mischung für mich finden kann.
      Das Lied werde ich mir anhören, sobald ich wieder zu Hause ankomme. Bin schon sehr gespannt darauf.
      Ich hoffe du hattest einen schönen Sonntag und wünsche dir nun einen angenehmen Wochenstart.
      Herzliche Grüße
      Julia

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  2. Ich wusste gar nicht, dass Traumtänzer negativ behaftet ist, für mich sind das einfach Menschen, die den Bezug zur Realität nicht so wichtig nehmen. Was täten wir ohne sie! Was täten wir ohne ein gelegentliches Abheben in bunte und strahlende Traumwelten. Ohne diese „unrealistischen“ Impulse wäre es ein farbloses Leben, und Fortschritt gäbe es auch nicht. Menschen, die sich überhaupt nicht mehr in der Realtität bewegen, würde ich eher als Spinner bezeichnen.
    Verträumtes Grüßle! 🙂

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    1. Wirklich spannend, wie unterschiedlich das Wort aufgefasst wird. Ich freue mich, dass du in Traumtänzereien eher Chancen und Möglichkeiten siehst. Mir geht es da ähnlich. Und wer völlig abhebt, kann ja auch gar nicht mehr richtig tanzen 😉
      Herzliche Grüße
      Julia

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  3. Ich liebe das Wort Traumtänzer(in) und pflege meine innere Traumtänzerin sehr. Ich gebe ihr Raum, nicht nur in den Gedanken, sondern auch in Worten. Eine besonders begabte Traumtänzerin ist Aurora, eine von mir erdachte Person, die mit Worten balanciert, abgebrochene Silben und Buchstaben pflegt und darüber – unter anderem- an den imaginären Traumtänzer schreibt, der auf einer einsamen Insel lebt und Leuchtturmwärter ist. Aurora ist nicht nur geistig mobil. Sie geht auf Wanderschaft und führt in Dörfern und Städten ihr Seiltanzakrobatik vor, denn sie ist eine moderne Nomadin. Dabei ist sie gar nicht mehr jung.
    Wenn ich mich selbst nicht gut fühle, dann tauche ich ein in Auroras Welt und schwinge mich mit ihr auf das Seil, zuletzt war es ein Seil zwischen den Zwillingstürmen des Kölner Doms, gehe gedanklich auf Wanderschaft und entfliehe so für eine Weile den Problemen, die mich umtreiben. Meist sieht danach alles deutlich besser aus und fühlt sich auch so an.

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    1. Was für schöne Träumereien du da geschaffen hast! Möge deine innere Traumtänzerin noch viele spannende Abenteuer erleben und ihre Seiltanzakrobatik noch sehr lange aufführen!
      Solche Ausflüge sind doch etwas sehr kostbares und gerade in schwierigen Momenten sehr erholsam und hilfreich! Was wären wir ohne solche Möglichkeiten?
      Herzliche Grüße an dich und Aurora,
      Julia

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  4. Traumtänzer hat für mich einen negativen Touch. Er betitelt Personen, die an der Wirklichkeit vorbei leben. In meiner Familie war ein Traumtänzer das gleiche wie ein Laumann. 😉Jemand, der nichts auf die Reihe kriegt.
    LG
    Ellen

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    1. Laumann höre ich zum ersten Mal. Schade, dass ein Traumtänzer für dich so negativ besetzt ist. Ist denn für dich auch ein Träumer eher eine Person, die eher kritisch bedacht wird?
      Liebe Grüße
      Julia

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