Das Wort der Woche!

Ich präsentiere euch heute feierlich meine neue, wöchentliche Aktion, an der ihr gerne teilnehmen könnt: Das WORT der Woche!

Darum geht’s: Ein Wort, vielleicht sogar ein ganzer Satz, den ihr irgendwo gehört oder gelesen habt, gefällt euch besonders gut oder löst eine Emotion aus? Super! Dann habt ihr schon ein Wort gefunden, das ihr zum Wort der Woche machen könnt.

Dieser Gedanke steckt dahinter: Im Alltag geht so manches Erlebnis völlig unter. Wieso also nicht diese kleine Aktion zum Anlass nehmen und mal gezielt zuhören oder die Augen nach tollen Wörtern offen halten? Die deutsche Sprache hält so einige Überraschungen bereit, die es wert sind, geteilt zu werden. Gerade bei Dialekten oder Wortneuschöpfungen wird es spannend!

So kam ich darauf: Auf einem meiner Streifzüge mit dem Fahrrad fuhr ich an einer Familie vorbei. Die Mutter rief plötzlich: „Pass auf Kevin, da hinten wird es huggelig!“ Ich musste in mich hinein grinsen. Irgendwie war das Wort so lustig und erfrischend in diesem Moment (mal vom typischen „Kevin“ abgesehen;). Es fiel mir einfach auf und daher mache ich es hiermit zum Wort der Woche! Gemeint war damit übrigens eine Stelle, mit besonders viel Sand, wo das Fahrrad des Jungen ins Schlingern kommen konnte.

Was meint ihr dazu? Habt ihr das Wort schon einmal gehört? Vielleicht gibt es bei euch auch schon ein Wort der Woche?

Es würde mich riesig freuen, wenn ihr beim Wort der Woche mitmacht und von euren interessanten Wörtern (oder auch ganzen Sätzen) berichtet. Ihr dürft für diese Aktion gerne mein bescheidenes Beitragsbild übernehmen oder mich auch verlinken. Ich bin sehr gespannt!

Hier findet ihr die bisherigen Worte:
Pechvogel
Griesgram
Vorfreude
kniestig
Einöde
durchfallen
wirr
Killefitz

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71 Kommentare zu „Das Wort der Woche!“

  1. Interessant finde ich die verschiedenen Bedeutungen für ein und dasselbe Wort. Da, wo ich herkomme, heißt huggelig, dass es da eben Huggel, sprich kleine Hügel, gibt. Kopfsteinpflaster ist in diesem Sinne huggelig.
    Aber danke für Deine Aktion. Wird spannend, wie sie sich entwickelt.

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  2. Mir ist gestern wieder eins meiner Lieblingsworte eingefallen, nachdem eine schwäbische Leserin den Hahn in meinem aktuellen Blog-Beitrag einen „Gockeler“ nannte. Da fiel mir meine Mutter ein. Sie nannte ein gebratenes Hähnchen Zeit ihres Lebens ein *Geggele*. Meine Mutter ist schon zwei Jahre tot, aber dieses alte, schwäbische Wort halte ich am Leben. Selbst mein britischer Lebensgefährte kennt und nutzt dieses Wort. 😉

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      1. Sprachen (und Dialekte) sind etwas Lebendiges. Es sind immer schon Begriffe weggefallen und neue dazu gekommen. Bei uns im Süden gibt es z.B. heute noch französische Wörter, die die Besatzungssoldaten hinterließen. Und so, wie sie allmählich wieder ersetzt werden durch deutsche/englische Begriffe, so werden eines Tages auch die Menschen ersetzt, die sie noch kennen. Darüber braucht man sich nicht zu echauffieren. Man setzt sich einfach aufs Schesslon (=Chaiselongue) und sagt: C’est la vie!
        😉

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      2. In meinem Germanistikstudium hat mich der Wandel der Sprache schon begeistert und dann irgendwann ins Mittelalter gezogen 😁 Gerade zu dieser Zeit waren die regionalen Unterschiede groß und es war herrlich verschiedene Versionen eines Werks zu lesen.
        Man verbindet ja auch etwas mit seiner „Heimatsprache“. Die Kölsche Sprooch werde ich wohl nie vergessen 😅

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      3. „Ich zoch mir einen valken – mere danne ein jar…“
        Aus irgendeinem Grund kann ich die erste Strophe dieses mittelhochdeutschen Lieds noch heute auswendig!
        Ja, Sprachen sind faszinierend, und Dialekte auch. Das Kölsch ist spätestens seit Carolin Kebekus der Renner. 😉

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      4. Dazu fällt mir noch das nordrheinwestfälische „Mach mir aber ja keine Fisimatenten!“ ein. Der Volkslegende nach kommt der Ausdruck aus dem französischen. Bei der Besetzung des Rheinlandes hätten angeblich Soldaten deutsche Frauen mit „Visitez ma tente!“ in zu einem Geschnacksel in ihr Zelt eingeladen. Deutsche Mütter ermahnten daher ihre Töchter der obigen Ansprache. 😀

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      5. Fisimatenten sind auch bei uns (Baden-Württemberg) wohlbekannt,! Dass es aus dem Französischen stammt, wusste ich nicht, überrascht mich aber nicht. Auch wir waren von den Franzosen besetz. 😉

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  3. Die Aktion ist super und da fällt mir auch gleich was ein.Hatte mal eine Bekanntschaft aus dem Hunsrück die sage und schreibe 2 Std.gebraucht hat vom hiesigen Bäcker (5 Gehminuten entfernt) wieder zu kommen. Der grund für Ihr spätes Heimkommen , Sie hat noch ein bisschen mit den Leuten gemeit.(ob es so korrekt ausgeschrieben wird weiß ich nicht) Bei mir tat sich ein großes Fragezeichen auf.Meien ist der Begriff für Tratschen bzw Quatschen also eine Unterhaltung über die neuesten Ereignisse im Ort führen. Auch wenn ich meine Bekannte schon lange nicht mehr treffe,diesen Begriff benutze ich heute auch noch.

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    1. Chuzpe oder Chutzpe kommt aus dem jiddischen , beziehungsweis ursprünglich vom hebräischen „chuzpà“ Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit, wird aber auch im Sinne von intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit verwendet.

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  4. Also ich mache voll gerne mit ! 🙂
    Wörter und deren Bedeutung oder Ursprung interessieren mich und ich liebe das Schmunzeln, wenn ich ein Wort höre, welches Erinnerungen in mir hervorruft!

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  5. Das ist eine tolle Idee ! Ich lese mich jetzt schon fest 🙂 Ich mag Wörter, die interessant aussehen oder lustig klingen. Oder solche, die langsam aussterben, weil sie kaum noch Verwendung finden. Was mir aus schwäbischen Zeiten hängengeblieben ist, ist das Wort „lätschig“ – bei uns im Norden heißt es labberig, pappig, weich. Wenn z.B. ein Brötchen nicht mehr knusprig ist. Lätschig finde ich noch besser als labberig 😉 Gibts bei dir ein Wort dafür ?

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  6. Mir fällt spontan das Wort „Gützele“ ein – keine Ahnung ob es richtig geschrieben ist – das sagte mal eine Freundin zu mir. Und ich musste mir erst erklären lassen, dass das Bonbon heißt. Aber in welcher Gegend das so genannt wird, weiß ich gar nicht mehr…
    Ach ja, schöne Ostern wünsche ich Dir! 😀

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    1. Ja, da hast du Recht, das klingt sehr ähnlich, hat aber von der Wortbedeutung her nichts miteinander zu tun. Ich mag das Wort auch sehr gern und finde, dass es direkt schon im Wortlaut etwas schönes, positives ausdrückt 🙂

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  7. klingt als wärst du in Franken unterwegs gewesen. Bei uns is alles a bisserl huggelig. Schön auch mal etwas niedlich positives aus dem harten fränkischen Sprachgebrauch im Netz wieder zu finden. Mein Wort der Woche is übrigens hygge. ❤

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