Blaue Frösche im Pietzmoor

Eine tierische Sensation sorgt derzeit im Pietzmoor für viele erstaunte Blicke: Die Paarungszeit der Moorfrösche hat begonnen.

Einige Fotografen tummeln sich bereits am Rand des Weges, der hier durch das Moor führt. Ich sehe viele große Objektive, Stative und die dazugehörigen Kameras. Ein wenig klein fühle ich mich da schon mit meiner billigen Digitalkamera. Aber was solls? Ich bin hauptsächlich hier um zu beobachten. Und wenn ich dabei noch ein brauchbares Foto für euch schießen kann – umso besser.

In der Paarungszeit färben sich die Männchen der Moorfrösche blau, was natürlich jeder sehen möchte. Die Tierchen hocken zahlreich im Wasser, überall schauen kleine Köpfchen heraus.

Fährt ein Radfahrer vorbei – schwupps – sind sie alle weg und hinterlassen viele bewegte Kreise auf dem Wasser.

Ich gehe ganz langsam zum Rand des Moorsees und setze mich ans Ufer. Natürlich habe ich direkt ein paar Frösche verjagt, aber nun sitze ich ganz ruhig da und warte.

Langsam tauchen sie wieder auf und ich kann tatsächlich blau schimmernde Körper erkennen.

Ich hätte ein Fernglas mitnehmen sollen, um noch mehr zu erkennen, aber ich genieße einfach den Moment und beobachte, wie die Tiere miteinander interagieren.

Das Naturschauspiel zieh mich völlig in seinen Bann, sodass ich gar nicht mehr meine steif gewordenen Beine spüre. Ich bin viel zu fasziniert von den vielen Fröschen.

Die blaue Färbung der Männchen kann ich tatsächlich erkennen. Und das, obwohl sich manche Exemplare hinter dem Schilfgras verstecken.

Das Beobachten der Natur erfüllt mich mit einer tiefen Ruhe und Zufriedenheit und die Erinnerung daran bereitet mir jetzt noch viel Freude.

Ich hoffe auch ihr könnt ein klein wenig von dieser schönen Erfahrung durch die Fotos und meine Worte miterleben. Wann habt ihr das letzte Mal Tiere beobachtet?

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42 Kommentare zu „Blaue Frösche im Pietzmoor“

  1. Schöne Fotos! Hier sieht man deutlich nicht die Kamera, sondern der Benutzer die Fotos macht.
    Wer viel Geduld hat und nasse Füße nicht scheut, braucht keine dicken Objektive und mit einer kleinen Kamera ist man auch wesentlich flexibler im unwegsamen Gelände.
    Meine Fotos entstehen fast alle im Bereich 24 – 105 mm, gelegentlich nutze ich noch ein 70 – 300 mm (aber eher für den Nahbereich, um besser mit der Schärfe „spielen“ zu können). Bin aber auch ein Fan vom Stativ, ist zwar einen elende Schlepperei, aber ich brauche mir dann um das Licht und Verwacklungen weniger Gedanken machen.

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    1. Vielen lieben Dank Gerhard! Deine Worte freuen mich sehr. Ich schätze deine Fotos und dein fotografisches Wissen und habe sehr viel Respekt vor Menschen, die sich so intensiv mit der Fotografie beschäftigen. Mit deinem Equipment ist es sicher nicht immer so einfach, schließlich ist das alles andere als kompakt 😉 Immerhin diesen Vorteil habe ich mit meinem kleinen Knipser, der überall schnell zur Hand ist und nicht viel wiegt.
      Dennoch sehe ich, dass mit deinem Equipment viel mehr möglich ist. Es muss toll sein, damit arbeiten zu können! 😉
      Ich übe einfach weiter mit meiner Feld-Wald-und-Wiesen-Kamera und erfreue mich an spontanen Bildern. Zum Bewundern von Details kann ich ja dann bei dir vorbei schauen 🙂
      Liebe Grüße
      Julia

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      1. Es ist schon richtig, dass mit einer guten Ausrüstung mehr möglich ist. Viele Bilder auf meinem Blog sind aber auch mit einer Kompaktkamera oder dem Handy gemacht. Selbst viele Berufsfotografen mit jahrzehntelanger Erfahrung (ich bin nur ambitionierter Hobbyfotograf) erkennen den Unterschied nicht und sind immer überrascht, wenn ich die Aufnahmetechnik preisgebe. Der Unterschied wird nämlich erst bei großen Ausdrucken sichtbar.
        Wer seine Kamera kennt (Stärken und Schwächen) punktet immer. Das ist wie mit jedem Werkzeug, der eine kann mit dem Hammer nur Wände einreißen, der andere macht wunderbare Kunstwerke damit.
        Lieben Gruß und mach bitte weiter so
        Gerhard

        Gefällt 3 Personen

      2. Dann werde ich mir Mühe geben, die Stärken und Schwächen meiner Kamera und meines Handys herauszufinden und das Beste draus zu machen 🙂
        Vielen Dank für deine motivierenden Worte und weiterhin ganz viel Freude beim Fotografieren!
        Herzliche Grüße
        Julia

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  2. Dir sind tolle Bilder gelungen, finde ich
    Beim lesen der Überschrift hatte ich schon die Befürchtung, Du hättest Deinen Vodka-Vorrat in den Froschteich gekippt. So ist es aber besser 🙂 Da werden bestimmt bald viele kleine Baby-Frösche unterwegs sein.

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  3. Tolle Fotos hast du mitgebracht! 🙂 Haha ich komme mir auch manchmal ein bisschen verloren vor mit meiner uralt Digitalkamera 😀 aber bisher erfüllt sie all meine Ansprüche.
    Lieben Dank dass du auf meinem Blog vorbeigeschaut hast:) Bei deinem schaue ich sicherlich öfter rum 🙂

    Lieben Gruß aus Holland!

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  4. Der Blick auf dem ersten Bild, direkt in die Kamera, ist auch herrlich 🙂 Schöne Aufnahmen sind das geworden ! Und ich denke auch, hauptsache du hast Spaß dabei und etwas berührt dich, daß transportiert auch eine kleine Kamera 🙂 – Ich sehe mir auf dem Balkon gerne die Vögel an, die hier zu Besuch kommen oder die vielen Insekten, von Hummel, über Wespe bis zu Mauerbiene…es gibt immer was zu sehen – und wie du, empfinde ich es als entspannend und freue mich an den Wundern der Natur 🙂

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  5. Ich liebe es Tiere zu beobachten (auch wenn ich es viel zu selten mache ;)).

    Zu sehen wie Tiere sich verhalten entspannt mich, zeigt mir aber auch auf wie weit weg wir Menschen von unserer natürlichen Lebensweise sind. Helfen wir der Welt indem wir uns alle so friedlich wie Moorfrösche verhalten 😉

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    1. Oh, das hast du wirklich schön gesagt! 😉 Mir gibt es immer solch eine ganz besondere Ruhe, wenn ich Tiere beobachte! 😉 Das sollten wir alle öfter machen (aber bitte nicht im Zoo, wo die Tiere in den Käfigen sitzen müssen)! 🙂

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      1. Mich macht es immer traurig zu sehen, wie die Tiere dort zum Teil sehr offentlichtlich leiden.. 😦 Viele Menschen haben scheinbar das Gefühl, nur weil sie Dinge tun können, wäre es auch vertretbar so zu handeln..

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