Südafrika – Eine Reise geht zu Ende

Bevor ich mich wieder dem Hier und Jetzt zuwende, möchte ich noch ein letztes Mal zurückschauen. Es gibt noch ein paar Eindrücke, von denen ich berichten möchte.

Südafrika war für mich ein sehr fremdes Land, eine ganz neue Welt, von der ich nicht viel wusste. Auch jetzt würde ich nicht behaupten, dass ich das Land gut kenne. Verschiedene Regionen habe ich gesehen und dadurch verschiedene Eindrücke gewinnen können.

Was mich besonders erstaunt hat, war die vielfältige Landschaft. Vom Sandstrand, über die trockene Steppe und grüne Wiesen mit Blumen habe ich so einiges gesehen. Besonders eindrucksvoll fand ich eine lange Fahrt, von East London bis nach Durban.

Wir fuhren über eine Straße, auf der viel Verkehr herrschte. Es war wohl die Größte in der Gegend, aber mit einer Autobahn nicht vergleichbar. Am Straßenrand standen oder gingen immer wieder Menschen, Tiere liefen hinüber oder grasten am Rand. Wenn wir durch einen Ort kamen, sah es dort aus wie vor vielleicht 40 Jahren. Heruntergekommene Häuser, immer wieder viel Dreck und Müll, keine Spur von Neubauten. Viele Menschen auf den Straßen, kaum ein Durchkommen. Ich denke ihr versteht, wieso ich von diesen Eindrücken keine Fotos gemacht habe. Fremde Menschen zu fotografieren finde ich irgendwie nicht richtig, wenn man nicht vorher fragt. Leider hätte ich auch immer nur Bilder aus dem Autofenster (während der Fahrt) machen können, deshalb habe ich es komplett gelassen.

Eine recht grüne Landschaft flog vorbei. Überall kleine Hütten, manche zusammengezimmert, andere recht neu aus Beton gebaut. Es waren kleine Häusschen und meistens gab es noch ein „Stilles Örtchen“, das einzeln aufgebaut worden war. Viele kleine Parzellen, auf denen neben den Häusern und Wellblechhütten hier und da Ziegen grasten. Ich sah sehr dürre Schafe, Kühe und Pferde. Die Wiesen waren heruntergegrast, die Menschen sahen sehr arm aus.

Dann veränderte sich die Landschaft. Durch die grünen Hügel zogen sich immer wieder steinige Krater. Es sah aus, als wäre die Erde hier und da zerrissen worden. Immer mehr veränderte sich das Land bis wir dann in eine ganz andere Gegend kamen. Hier wurde es direkt deutlich kühler, etwas Nebel zu auf. Es gab plötzlich Wälder und es sah so aus wie in Deutschland auf dem Lande. Vielleicht wie im Schwarzwald. Richtige Baumplantagen standen dort. Ich glaube darunter waren auch Eukalyptus-Plantagen.

Nach einer Weile änderte sich die Landschaft dann wieder zurück. Es gab wieder abgegraste Wiesen, zahlreiche ärmliche Hütten. Um größere, bessere Häuser herum waren immer hohe Zäune, elektrisch oder mit Stacheldraht. Die Menschen schotten sich voneinander ab, bleiben unter Ihresgleichen.

Es ist nicht so, dass die Schwarzen alle arm und die Weißen alle reich sind. Aber dennoch habe ich es so mitbekommen, dass sie unter sich bleiben wollen, die wohlhabenden Weißen (unter denen auch einige Inder waren) und die wohlhabenden Schwarzen. Und dann gibt es natürlich noch die armen Menschen, von denen ich nur Schwarze gesehen habe. Gerade in den Städten habe ich diese zweiteilung Bemerkt. Der Stadtkern von Durban ist in keinem guten Zustand. Alles ist alt, voller heruntergekommener Läden und auf den Straßen laufen nur Menschen mit dunkler Hautfarbe. Etwas weiter Außerhalb, dort wo die großen Hotels stehen, ist es wieder ganz anders. An der Strandpromenade und in Umhlanga herrscht der Reichtum. Es gibt viele teuere Restaurants, Hotels, Bars und Möglichkeiten, sich mit der Familie zu vergnügen.

Am wohlsten habe ich mich jedoch draußen, in der Natur gefühlt. Bei den Pferden, am Strand oder beim Beobachten der Wildtiere. Daher ist mein Bericht auch etwas einseitig ausgefallen. Es gab auch ganz andere Tiere zu entdecken:

tausendfuessler

Zusammengefasst kann ich nach dieser Reise sagen: Ich habe sehr vielfältige Erfahrungen gemacht und kann dieses Land als Urlaubsziel sehr empfehlen. Es hab sehr eindrucksvolle Landschaften und Tiere. Die Städte haben mich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmackssache. Mit den Menschen (abgesehen von denen, die meine Reise begleiteten) hatte ich eigentlich keinen Kontakt. Die Einheimischen erschienen mir generell recht freundlich und fröhlich. Lockerer als in Deutschland. Aber die Armut war für mich schwer zu ertragen.

Das Wetter war herrlich, vor allem, wenn man direkt aus dem deutschen Winter kommt. Da muss man sich schon gut vor der Sonne schützen. Zu Hause musste ich mich erst einmal wieder an die Kälte gewöhnen.

Hier könnt ihr über meine Erlebnissen in Südafrika lesen und anschauen:
Erste Eindrücke
Auf der Farm
Der erste Ausflug
Am Strand
Die Tiere
Im Paradies
Bunte Blumen

Nun wird es hier mit großen Veränderungen weiter gehen, von denen ich wahrscheinlich noch genauer berichten werde.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig mit meinen Reiseerinnerungen erfreuen. Wenn ihr noch Fragen zu Südafrika und meinen Erzählungen habt, könnt ihr sie gerne stellen, auch per Email: (freudenwege@gmail.com).

Sehr gerne werde ich euch weiterhin auf meinen Freudenwegen mitnehmen.

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15 Kommentare zu „Südafrika – Eine Reise geht zu Ende“

  1. ein ganz toller Abschluss und ich finde es super dass du sogar für Fragen deine E-Mail Adresse angegeben hast. Also wenn jemand dieses Land besuchen möchte einfach an die E-Mail wenden ! Mir hat dein Reisebericht sehr gut gefallen und ich glaube das so ein Urlaub ein unvergessliches Erlebnis fürs Leben bleiben wird. Solche Reisen macht man nicht „alle Tage“ ! LG Manni

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    1. Danke lieber Manni für deine lieben Worte. Ich möchte gern die Möglichkeit geben, dass man sich bei Bedarf austauschen kann. Wer weiß, vielleicht plant ja jemand auch dort Urlaub zu machen oder ist einfach neugierig und möchte mehr darüber wissen. 😉 Ich hoffe natürlich, dass ich noch öfter von Reisen berichten kann, denn so ein Urlaub bringt so viel Neues mit sich. Mal schauen, wohin mich meine Wege noch führen werden. 😉 Natürlich wird das hier aber trotzdem nicht zum absoluten Reiseblog. Auch vor der Haustür gibt es so viel Schönes.
      Herzliche Grüße
      Julia

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      1. Kein thema und ich wünsche dir noch sehr viele solche reisen wo du noch lange davon zehren kannst ! Und ja zuhause ist es auch schön ! Ich kenne deine sitiuation nicht aber reisen ist halt immer mit kosten und zeit verbunden ! Ich würde ja auch gerne ,aber bei 30 tage urlaub machst du keine riesensprünge !!! Manni

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      2. Lieber Manni,
        tja, bei mir fehlt es deutlich an Zeit und Geld zum Reisen. Aber wer weiß, was noch kommt. 😉 Riesensprünge sind nicht möglich, diese Reise war wirklich eine Ausnahme, weil ich eingeladen wurde.
        Ich wünsche dir, dass du deine 30 Tage Urlaub dafür so richtig genießen kannst.
        Liebe Grüße
        Julia

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  2. Liebe Julia, es hat mir Freude gemacht, deine Berichte zu lesen! 🙂 Du hast eine Ahnung vermittelt, wie das Land „tickt“, und wie eindrucksvoll die Natur ist. Wir haben gemerkt, wie du mit großen Augen durch diese fremde Welt gegangen bist und auch die kleinen Dinge nicht übersehen hast. Am meisten hat mich diese letzte Schilderung interessiert, als es das Leben dort und um die Menschen ging. Vielen Dank für die Eindrücke! 🙂

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    1. Sehr, sehr gerne. Es ist schwierig umfassend über ein fremdes Land zu schreiben. Schließlich kann man eigentlich nur von den eigenen Erlebnissen und Erfahrungen berichten und genau das habe ich einfach getan und euch gerne mitgenommen 🙂

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    1. Über Kapstadt habe ich auch einiges gehört. Ich glaube wir Deutschen oder vielleicht generell die Europäer denken bei Südafrika vor allem an Kapstadt, das moderner sein soll und womit Spaß und Urlaub verbunden werden. Europäischer wahrscheinlich. Aber ich fand es gerade interessant andere Ecken zu sehen. Aber wer eiß, was ich dort erlebt hätte..
      Alles Liebe 🙂

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  3. Wow die eindrücke sind krass. Ich glaub für mich wäre Südafrika nichts. Schon allein wegen der Hitze. Und von der Armut hab ich auch echt die Schnauze voll. Trotzdem toll dass du uns so ausführlich dran teilhaben lässt 😊

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    1. Ach, die Hitze war gar nicht so schlimm. Ich empfand es als recht angenehm und ich bin niemand, der sich am Stand in der Sonne braten würde 😉
      Tja, aber die Armut war wirklich sehr bedrückend.. 😦

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