Südafrika – Am Strand

Der vereiste See mit seinen hellen und dunkleren Formen, dieser glatte Spiegel fasziniert mich. Und im nächsten Moment erscheint er mir starr, leblos, seine Kälte fühlt sich unendlich an. Wie schön war es doch, als das Wasser wild und frei tobte und die Schaumkronen auf den Wellen tanzten.

Südafrika tritt immer weiter zurück in die Ferne aber ich versuche mir die warmen Erinnerungen frisch und lebendig zu halten. Heute ist es Zeit sind an das lebensfrohe, bewegte Meer zu erinnern. Den heißen Sand unter den Füßen erneut zu spüren und auf Entdeckungsreise zu gehen, Strandgut zu erspähen.

Ich ging an einem breiten Fluss entlang. Der Wind strich über grüne Halme am Ufer. An der Stelle, wo der Fluss in das weite Meer münden sollte, war eine weite Sandbank. Ein Strand zwischen den Wassern.

fluss_zum_meer

Ich spazierte über diesen Streifen, links das aufgeregte Meer, rechts der ruhige Fluss. Und dann stand ich da, vor den Wellen.

meer

Es war Zeit für einen ausgiebigen Strandspaziergang. Dieser Ort war wunderbar dafür geeignet, denn es gab viel zu sehen. Algen, Steine, Felsen und die gebogene Küstenform zogen immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich.

strand

Auf meinem Weg begegneten mir Steine, die im abendlichen Licht lange Schatten warfen.

steine_am_strand

Barfuß erkundete ich auch einige Felsen, balancierte auf ihrem Rücken, lehnte mich gegen den Wind.

felsen_am_strand

Dann fand ich diesen großen Stein, betrachtete seine Musterung, den Sonnenstrahl auf seiner Oberfläche, fuhr mit meiner Hand über das raue Gestein.

grosser_stein_am_strand

Mein Blick wanderte über den hellen Sand und blieb an dieser Muschel hängen.

muschel

Ein ganz besonderes Highlight war für mich dieser Haufen. Ich denke es handelt sich hier um eine Algenart. Dieses Etwas faszinierte mich. Diese Struktur, diese Hirnform und die im Licht schillernden Farbtöne. Ich konnte es nicht eklig finden sondern war völlig gebannt von diesem fremden Lebewesen.

algenhaufen

 

Ob jemand diese Begeisterung mit mir teilen kann, weiß ich nicht, aber es war irgendwie etwas Besonderes für mich. Ein wenig enttäuscht bin ich darüber, dass ich nicht in der Lage war, dieses Erlebnis so widerzugeben, wie ich es sah. Dafür reichen meine Fotokünste und auch meine Handykamera leider nicht aus. Aber in meiner Erinnerung lebt dieser Anblick weiter.

Ein paar Schnappschüsse im Hochformat für meinen Instagram-Account mussten natürlich auch noch sein. Vor allem habe ich Spaß daran, dort Bilder zu posten, auf denen mein Blick nach unten, zum Boden unter meinen Füßen, sichtbar ist. So kann ich selbst außerdem festhalten, wo ich überall war und wie der Untergrund aussah.

Der Abend am Strand ging zu Ende und die Sonne warf noch ein paar rötliche Strahlen über das Meer aus gelben Körnchen. Diese Anblicke, mitten im europäischen Winter, erfüllen mich noch jetzt mit Freude. Mit eisigen Füßen und kalter Nase in meinem frostigen Zimmerchen erinnere ich mich an die milde Luft, den angenehmen Wind, das Rauschen der Wellen und meine kühlen Füße im Wasser. Und so schließt sich der Kreis.

Hier könnt ihr über meine Erlebnissen in Südafrika lesen und anschauen:

Erste Eindrücke
Auf der Farm
Der erste Ausflug

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26 Kommentare zu „Südafrika – Am Strand“

  1. sehr schön aber der Haufen ist wirklich eklig ( zumindest auf dem Foto ! ) Wenn man ihn nicht live gesehen hat ist es schwer vorzustellen wie du ihn gesehen hast. Ist aber auch völlig egal Hauptsache er hat dein Interesse geweckt und das ist gut so !!! Manni

    Gefällt 2 Personen

    1. Tja, das dachte ich mir schon. Vielleicht hätte ich ihn von etwas weiter weg ablichten sollen. 🙂 Zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Ich hoffe du musstest dich jedoch nicht allzusehr ekeln!
      Liebe Grüße
      Julia

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  2. Ich kann deine Begeisterung teilen und finde klasse, dass du auch den Stein angefasst hast. Vor Algen und Strandtieren habe ich keine Angst, denn ich kenne sie seit meiner frühesten Kindheit. Ich wäre wahrscheinlich sitzen geblieben bis die Sonne am Horizont entschwunden wäre 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Ich gebe zu, manche Dinge am Strand finde ich sehr seltsam und fremd. Es gibt ziemlich stinkige Algen und Tierchen, von denen ich nicht weiß, ob ich sie unheimlich oder faszinierend finden soll. Aber je mehr ich solche kennenlerne, desto neugieriger und weniger ängstlich werde ich. 🙂
      Wenn dann allerdings ein toter Fisch oder ähnliches vor mir liegt, bekomme ich einen Riesenschreck. Aber auch das gehört dazu. 😉

      Gefällt 1 Person

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