Südafrika – Erste Eindrücke

Die aufregende Zeit auf einem anderen Kontinent ist für mich leider schon vorbei. Ich sitze im kalten Deutschland und friere. Meine Erfahrungen aus Südafrika möchte ich in den nächsten Tagen mit euch teilen. Ihr seid herzlich eingeladen um an meinen Erinnerungen teilzuhaben.

Noch nie bin ich so weit gereist, noch nie so lange geflogen. Niemals wäre ich auf den Gedanken gekommen, einmal so weit zu reisen. Vor allem, weil das Geld dafür nicht reicht. Dank der lieben Einladung kam ich dennoch in den Genuss dieser neuen Eindrücke. Dafür bin ich sehr dankbar.

Los ging es an einem kalten Dezembertag in Düsseldorf. Die Stadt sieht von Oben wirklich interessant aus. Mir war gar nicht klar, wie sich der Rhein hindurch schlängelt.
duesseldorf-von-oben

Begeistert genieße ich die Aussicht. Ein toller Anblick!

duesseldorf-von-oben-2

Der Flug dauerte mit Umsteigen und allem was dazu gehört über 25 Stunden. Für mich war das alles sehr neu und aufregend. In Johannesburg empfing mich nicht nur die erste Wärme sondern auch viele neue Eindrücke. Der Flughafen erschien mir chaotisch. Überall Menschen im T-Shirt und bunter Kleidung. Musik, neue Gerüche, fremde Gesichter. Immer wieder werde ich angesprochen, man will mir etwas verkaufen, Schuhe putzen oder mich auf sonst etwas aufmerksam machen.

Tja, und nun kommt die Frage, wie ich die Menschen benennen sollte. Es gibt verschiedene Südafrikaner mit unterschiedlicher Hautfarbe. Ich möchte niemanden abstempeln, verärgern oder diskriminieren. Auch rassistische Beweggründe sind mir fern. Die „political correctness“ ist in diesem Fall etwas schwierig. Schreibe ich nun „Maximalpigementierte“, „Schwarzafrikaner“ oder „Menschen mit dunkler Hautfarbe“? Wieso muss ich das Thema überhaupt ansprechen?
Nun, ich habe sehr starke Differenzen zwischen den Menschen wahrgenommen. Südafrika scheint mir ein Land der Extreme zu sein und auch darüber möchte ich an anderer Stelle berichten. Dafür ist es leider nötig, die „Weißen“ und „Schwarzen“ Menschen zu bennenen. Vielleicht könnt ihr mir schreiben, was ihr in Ordnung findet, ohne dabei eine Rassismus-Diskussion anfachen zu wollen..
In Südafrika selbst habe ich eigentlich nur die Begriffe „Schwarze“ und „Weiße“ gehört, im Englischen sowie im Deutschen.

In der Stadt „East London“ angekommen, empfängt mich starker Meereswind. Er ist warm und ich fühle mich wunderbar. Ich steige aus dem Flugzeug auf das Rollfeld und gehe beschwingt in die kleine Halle, wo das Gepäck ausgegeben wird. Der Flughafen ist sehr klein, was mich ein wenig überrascht. Die für mich starke Temperaturveränderung ist sehr angenehm. Zum Glück hatte ich ein T-Shirt im Handgepäck verstaut.

Bis ich dort angekommen bin, wohin ich zunächst eingeladen wurde, muss ich noch eine längere Autofahrt überstehen. Wenn ich zurückblicke habe ich sehr viel von Südafrika durch Fensterscheiben gesehen, konnte leider keine Fotos machen aber dafür sehr viele Eindrücke sammeln.

Die Landschaft hatte ich mir etwas trostloser vorgestellt, doch ich sehe grüne Sträucher und ein paar Bäume. Vielleicht denken viele Europäer, dass Südafrika nur aus Steppe besteht. Ich habe mir vorher gar nicht recht vorstellen können, wie die Landschaft dort wirklich ist. Nun sehe ich es mit eigenen Augen und bin erstaunt. Es ist schön hier.

Gegen Abend komme ich auf einer Farm an, wo ich für die nächsten Tage bleiben werde. Mein erster Schnappschuss mit dem Handy ist daher recht Dunkel und wenig aussagekräftig.

erster-eindruck-von-suedafrika

Zum Glück werde ich hier und dort noch mehr Möglichkeiten bekommen, um ein paar fotografische Eindrücke einzusammeln.

Nach der langen Anreise fühle ich mich erschöpft und aufgeregt zugleich. Das, was ich bisher von diesem Land sah, gefällt mir und ich bin neugierig, was ich noch erleben werde..

Soviel zunächst einmal von meiner bereits beendeten Reise und den persönlichen Erinnerungen daran.

Hier könnt ihr mehr über meine Erlebnisse in Südafrika lesen und anschauen:

Auf der Farm
Der erste Ausflug
Am Strand

Advertisements

29 Kommentare zu „Südafrika – Erste Eindrücke“

  1. So weit weg warst du? Toll!!! Ich glaube, so einen langen Flug würde ich gar nicht überstehen, ich fliege nicht mehr gerne.
    Ich denke, wenn du bei Schwarzen/Farbigen und Weißen bleibst, weiß auch jeder, was du meinst. Du hast deine guten Absichten ja hinreichend erklärt und ich finde das schon schlimm, wenn man das heute überhaupt erklären muss, um nicht falsch verstanden zu werden.

    Ich bin gespannt…

    Herzliche Grüße
    Anna-Lena

    Gefällt 3 Personen

    1. Für mich war es als würde ich auf den Mars eingeladen. So weit bin ich noch nie geflogen und der lange Flug war echt anstrengend. Aber ich habe es irgendwie überlebt 😉
      Danke für deine Rückmeldung! Ich finde es auch sehr schade, dass man immer wieder erklären muss, keine rassistischen Absichten zu haben. Es ist (wohl vor allem aus Deutsche/r) schwierig nicht missverstanden zu werden.
      Viel Spaß noch beim teilhaben an meinen Erinnerungen 🙂
      Herzliche Grüße
      Julia

      Gefällt 3 Personen

  2. ich „sauge“ quasi deine berichte auf 🙂 habe solch schreckliches fernweh… und träume u.a. auch von südafrika… freu mich auf die weiteren erzählungen. und ja, bin neugierig, woher die einladung kam 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Schön, dass meine Berichte auf Gefallen treffen. Ich teile sehr gerne die Sonne und die spannenden Erfahrungen. Zurück in der Kälte sehne ich mich nach Sonne, aber es gibt natürlich auch schöne Aspekte am „zu Hause sein“. 🙂
      Liebe Grüße
      Julia

      Gefällt 2 Personen

  3. Danke für diesen Bericht, liebe Julia. Ich freue mich schon auf die nächsten. Was die Terminologie angeht: ich finde, mann kann es mit der political Correctness auch übertreiben. Irgendwie muss man ja eine Bezeichnung finden, und jede davon lässt sich auch falsch interpretieren. Also warum nicht „Farbige“/“Schwarze“ und „Weiße“? Statt irgendwelcher Wortungetüme. Es wäre schön, wenn wir diese Worte einfach ohne jeden diskriminierende Nebensinn benutzen könnten.
    Hab’s fein,
    Pit

    Gefällt mir

    1. Da leere ich den Spam-Ordner und entdecke liebe Kommentare von dir! Gut, dass ich da mal reingeschaut habe.
      Ich kann deiner Meinung nur zustimmen: Es ist so schade, dass diese Worte immer so einen Nebensinn enthalten, der uns sofort aufhorchen lässt und auf rassistische Gedanken geprüft wird. Danke dir für deine Meinung.
      Alles Liebe, ich hoffe du hast noch viel Freude an meinen Berichten,
      Julia

      Gefällt mir

    1. Vor allem die Warterei, der Aufenthalt in den Flughäfen, war ziemlich ätzend. Da sitzt man da, kann nicht an die frische Luft und starrt auf die Anzeigetafeln.
      Auch die Flüge selbst sind nicht so spaßig, gerade, wenn man lange Beine hat. Die Bestuhlung war sehr eng. Zum Teil hatte ich auf dem Langstreckenflügen weniger Platz als bei den kurzen Strecken. Meine Knie hingen immer am Sitz vor mir und ich konnte die Beine nicht vollständig strecken. Da haben sich meine Knie zeimlich stark beschwert..
      Aber das war es wert! 🙂
      Liebe Grüße
      Julia

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s