Schenken und beschenkt werden

Jetzt in der Weihnachtszeit werden überall Geschenke gekauft, verpackt und an Heiligabend übergeben. Eine gute Vorraussetzung für Freude?

Oftmals habe ich mich darüber geärgert, dass gerade in dieser Zeit des Jahres so viel konsumiert wird. Es ist nun einmal Tradition, egal ob man nun in die Kirche geht oder nicht. Weihnachten wird zum großen Familienevent, dass gut geplant sein will. Das Schenken wird oft zur Pflicht, die nicht selten zu vorweihnachtlichem Stress führt. Ist es das wirklich wert?

Ich merke selbst, wie anstrengend ist es, an einem bestimmten Zeitpunkt das passende Geschenk zu finden. Schade, dass man oft nicht im Verlauf des Jahres spontan etwas verschenkt, wenn man das Richtige findet. Ich habe mir vorgenommen das zu tun. Ist nicht ein spontanes Geschenk ganz besonders schön?

Eigentlich ist der Anlass etwas zu schenken toll. Wir sollten uns aber viel öfter etwas schenken. Ein Lächeln zum Beispiel. Oder Komplimente, kleine Gesten. Hin und wieder auch einen Brief oder ein Päckchen, das man genau für diese spezielle Person zusammengestellt hat.

Wir sollten uns mehr schenken und auch selbst Geschenke erhalten. Manchmal nimmt man gar nicht wahr beschenkt worden zu sein. Wie schade! Ein kleiner Glücksmoment, der ungesehen vorbei rauscht. Manchmal können wir uns auch gar nicht recht freuen über die vielen Weihnachtsgeschenke. Wir rechnen ja auch mit Präsenten und sind dann schnell übersättigt davon.

Vor kurzem wurde ich spontan beschenkt von der lieben Anna. Ich habe bei ihrem Gewinnspiel gewonnen und ein ganz tolles Paket erhalten. Meine Freude war groß, denn wer rechnet schon mit einem Gewinn? Da war so viel Dankbarkeit in mir, dass ich diesen Moment ausgekostet habe. Innehalten und sich einfach beschenkt fühlen. Ein schöner Moment.

Wie haltet ihr das mit Geschenken? Was verschenkt ihr gerne? Und worüber freut ihr euch besonders?

 

 

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24 Kommentare zu „Schenken und beschenkt werden“

  1. Liebe Julia, das finde ich so wichtig, was du sagst: man sollte mehr spontan schenken, das entspricht mehr dem, was man eigentlich ausdrücken will mit einem „Geschenk“.
    Und was ist das? Ich sag‘ mal so: es gibt ein spontanes Geschenk, das man sich und anderen immerzu machen kann, eine Möglichkeit, die mir fast vergessen scheint: man sieht im Alltag so oft andere, die etwas gut machen, etwas besonders gut können oder aus einem Grund, den man nicht erkennen kann, gut gelaunt, freudig, hell und strahlend sind. Oder man erkennt vielleicht sogar den Grund: sie sind verliebt oder unterhalten sich gerade mit ihrem kleinen Kind oder dergleichen.
    Und anstatt sich jetzt im Vergleichen zu verlieren: das ist bei mir aber nicht so gut, das kann ich nicht und werd‘ es auch nie lernen, ich hab‘ kein Kind, mit dem ich so schön Schäkern kann und überhaupt: wenn ich so viel Kohle hätte wie der da, dann wär‘ ich auch entspannter etc. etc.,
    könnte man sich auch: einfach mitfreuen. Das geht! Und zwar überraschend wirklich, echt, unmittelbar! Und diese stets zur Verfügung stehende Möglicheit ist ein echtes Geschenk an alle, vor allem an sich selbst.
    Ich freu‘ mich so über deine Seite, Julia, das, was du hier machst, ist etwas, das wir viel mehr üben sollten: Freude verbreiten und Farben sammeln.

    herzlich, Michael

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    1. Liebe Michael,
      was du schreibst finde ich richtig gut. Das sich miteinander freuen ist so schön, so wertvoll. Aber gerade im Alltag geht es unter, jeder lebt vor sich hin und manche werden vielleicht sagen „wieso soll ich mich für jemand anderen freuen wenn ich selbst es schlechter habe und wenig Grund zur Freude“. Aber damit verbauen wir uns auch ganz viel, denn Freude kann ansteckend sein, kann geteilt und verbreitet werden. Das stärkt auch das Gefühl, dass wir alle wertvolle Menschen sind.
      Es macht mich ganz verlegen, dass dir meine Seite so sehr gefällt. Ich mache das hier für alle Menschen, die dafür offen sind und hoffe es erreicht auch diejenigen, die manchmal glauben es gäbe nicht so viele Gründe zur Freude. Und für mich selbst mache ich das natürlich auch 😉
      Herzliche Grüße
      Julia

      Gefällt 2 Personen

    1. Woran liegt das? Kannst du Geschenke schlecht annehmen oder freust du dich mehr wenn andere sich freuen? Oder bekommst du komische Dinge geschenkt? 😉
      Ich schenke übrigens auch sehr gerne und finde es oft schöner als beschenkt zu werden

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  2. Liebe Julia, probiere das mit den spontanen Geschenken übers Jahr ruhig mal aus, denn es ist schön zu Weihnachten keinen Schenkzwang zu haben. Wir machen das seit über 20 Jahren, was nicht nur den Druck nimmt, sondern auch die miteinander verbrachte Zeit wertvoller macht. Kinder bekommen natürlich Geschenke, alleine schon deshalb, weil es eine Riesenfreude ist ihnen beim auspacken mit leuchtenden Augen zuzuschauen 🙂

    Gefällt 3 Personen

  3. Liebe Julia,
    danke für deine wunderbaren Beiträge in deinem Blog. Sie sind jedesmal auch ein Geschenk an die Leser, um Kraft zu schöpfen, mal zu lächeln oder zu staunen. Wir wünschen dir weiterhin frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Katy und Effi

    Gefällt 1 Person

  4. Wir haben das Pflichtschenken schon lange abgeschafft und schaffen uns zu Weihnachten manchmal etwas an, wenn wir es brauchen. In diesem Jahr war es ein neuer Herd, der auch sein musste. Ansonsten halte ich es auch für besser schenken zu wollen, anstatt zu müssen, und wenn, dann sind es Kleinigkeiten, die in erster Linie das Herz erfreuen sollen.

    Frohe Weihnachten
    wünscht
    Anna-Lena

    Gefällt 1 Person

  5. Im Prinzip hast Du recht. Trotzdem freue ich mich immer wieder, wenn wir Weihnachten Geschenke einpacken und wieder auspacken. Wir schicken uns Wunschzettel zur Auswahl, versuchen unter 50 Euro zu bleiben und halten uns lange bei der Bescherung auf. Manchmal würfeln wir dabei, aber immer lachen wir viel. Nein, Stress machen uns Geschenke nicht! Liebe Grüße! Regine

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