Gefroren

Der Morgen beginnt kalt, bedeckt unter glänzendem Reif. Dunkelheit ist noch immer wie eine Decke über den Straßen und Häusern ausgebreitet.

Ich schaue durch das beschlagene Fenster und warte auf den Sonnenaufgang. Ganz langsam, geradezu schwerfällig, quält sich die Sonne hinauf und lässt Eissterne glitzern.

Sie wandert langsam über einen blauen Himmel, der sich mit Schleierwolken unterhält. Frostig ist es draußen und ich muss mich noch wärmer einwickeln.

Am Nachmittag wage ich dennoch einen Spaziergang. Vorbei an gefrorenen Pfützen, weißem Gras und kahlen Bäumen. Der Winter hat alles geforen, zum Stillstand gebracht. Aber ich lasse mich nicht einhüllen, ich gehe weiter, für mich bewegt sich die Zeit noch.

Sogar die hitzigen Brennesseln sind still vereist und träumen ihren Traum von Sommerfrische. Ob der Winter auch aufgebrachte Gemüter kühlen kann und für die Menschen Ruhe mit sich bringt?

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15 Kommentare zu „Gefroren“

  1. Ich schließe mich Anna-Lena an: ein wunderbares Bild. Hier hatten wir erst einmal, in den ganz frühen Morgenstunden, einen leichten Frost. Nur am nächsten Mittwoch und Donnerstag könnte es in der Nacht wieder ganz eben unter Null gehen. Aber wir leben ja nun auch viel weiter südlich. Tieferer und längerer Frost kommt hier nur äußerst selten vor.
    Hab’s fein, und frier‘ nicht zu sehr,
    Pit

    Gefällt 2 Personen

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