Bekannte und unbekannte Wege

Auf bekannten Pfaden läuft es sich einfach. Ich weiß an welcher Stelle ich ausruhen kann, wo es besonders schön ist und wie weit ich noch gehen muss um wieder zu Hause anzukommen.

Dieses Sicherheitsgefühl ist angenehm. Ich kann meine Gedanken schweifen lassen, muss nicht auf den Weg achten und kann mir dennoch sicher sein, irgendwann automatisch wieder vor meiner Haustüre zu stehen. Bevor ich losgehe kann ich mir überlegen welchen Weg ich wähle und das aussuchen, was gerade passt, was mir gut tut.

Hier und da erlebe ich auch neue Dinge auf bekannten Wegen. Ein Eichhörnchen klettert den Baumstamm nach oben, sieht mich kurz an und hüpft von Ast zu Ast. Ein Fremder spricht mich an, fragt nach dem Weg. Die Sonne scheint besonders schön oder ich werde vom Regen überrascht. Nichts ist sicher, alles ist in Bewegung, neue Erlebnisse sind nicht ausgeschlossen.

Auf unbekannten Pfaden ist die Chance auf neue Entdeckungen erheblich größer. Die Frage ist aber: Möchte ich das? Gebe ich die Sicherheit auf um die Pforten zu öffnen zu neuen Erfahrungen? Was könnte mich dort alles erwarten, im Ungewissen? Kann ich das Risiko abschätzen, wie wahrscheinlich es ist unschöne Dinge zu erleben? Will ich es eingehen?

Manchmal ist diese Entscheidung nicht einfach. Und selbst wann sie getroffen wurde ist das keine Garantie für schöne Erfahrungen. Denn die Freude kann überall auf uns warten. Vielleicht sogar dort, wo wir sie weniger erwarten würden?

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15 Kommentare zu „Bekannte und unbekannte Wege“

  1. Ich bin ja so eine Märchtante.In den Märchen wird darüber erzählt wie wichtig es für die Menschen ist immer auch mal wieder das Gewohnte zu verlassen und sich dem Abenteuer Leben mit all seinen schönen aber auch üblen Seiten zu stellen. Wachsen und etwas wirklich Neues vielleicht gar Wichtiges finden wird der Märchenheld (also der Mensch) nur wenn er auch mal mutig ist😉

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    1. Das sind sehr weise Worte. Mir fällt es manchmal schwer, auch negative Erfahrungen anzunehmen und sie als das zu sehen, was sie sind: einfach Erfahrungen, neues Wissen, neue Eindrücke. Aber du hast natürlich recht, dass auch diese wichtig sind 🙂

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      1. Du sagst es ja selbst: Bei Erfahrungen geht es um eues Wissen, neue Eindrücke. Die gibt es immer, auch bei negativen. Wenn man etwas daraus lernt, hat ma ja viel gewonnen im Leben und braucht dieselbe Erfahrung nicht noch einmal machen. Das ist doch was! 🙂

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