Herbsttag mit Sonne

Endlich Sonntag, endlich wieder richtig Sonne! Ich nutze die Zeit und streife durch die Gegend. Herrlich!

Ohne Musik auf den Ohren düse ich mit dem Rad durch vormittagsleere Straßen. Der Wind und die wärmere Luft tut so gut. Ich atme durch, befreie mich im Kopf von einem drängenden Gedanken: „heute musst du noch dies und das erledigen“. Erst einmal ist trainieren angesagt. Das Fitnessstudio ist angenehm leer und ich trainiere heute sogar besonders lange, intensiv und vor allem: achtsam. Keine Musik, kein Hörspiel, das mich ablenkt. Nur meine eigenen Atemzüge, das drumherum blende ich aus.

Erschöpft radel ich nach Hause und verschnaufe ein wenig. Mein Körpergefühl hat sich mit der Zeit verändert. Inzwischen bin ich nicht nur etwas gelenkiger und fitter, sondern ich fühle mich auch wohler in meiner Haut.

Nach einer Mittagspause gehe ich wieder nach draußen. Ich spaziere durch die Straßen, suche mir meinen Weg über kleinere Wege und Wiesen. Die Bäume sind noch gar nicht so bunt, wie ich dachte. Aber wie kann man das in der Bürowoche auch mitbekommen?

Der Himmel ist herrlich blau und kein Wölkchen verdeckt die Sonne, die sich so wunderbar auf der Haut anfühlt. Ich laufe den Hügel hinauf und schaue über die Dächer. Bis zur nächsten großen Stadt kann ich sehen und entdecke sogar auffällige Gebäude, die ich wiedererkenne. Eine Aussicht über Wiesen, Bäche und Wälder wäre mir zwar lieber, aber immerhin bekomme ich auch hier oben ein Gefühl der Weite. Ich spaziere immer weiter hinauf und dann entdecke ich doch noch ein paar Bäume, die schon ihr Herbstgewand angelegt haben.

roterbaum

Neugierig schaue ich mich um, nehme meine Umgebung ganz intensiv wahr.  Unter meinen Sohlen knirstert das Laub. Hin und wieder segelt ein Blatt herab, ganz in Ruhe, als hätte es keine Eile unten anzukommen. In der Hecke raschelt es und eine Elster hüpft eilig daraus hervor.

An einer Wiese beobachte ich Insektenschwärme, die wie Glühwürmchen in der Sonne leuchten. Ihr Schwirren scheint wirr und doch sind es immer kleine Schwärme, die über die Wiese fliegen. Sie tun sich zusammen, trennen sich wieder und treffen sich dann in der Sonne.

Es ist so still. Da ist nur die entfernte Autobahn und der Wind. Hier kann ich zur Ruhe kommen. Die Dankbarkeit für diese Ruhepause, für die freie Zeit, die nur mir gehört, spüre ich deutlich und verweile in diesem Gefühl.

Ich setze mich auf eine Bank und vertiefe mich in eine entspannende Lektüre, schaue immer wieder auf und lasse die Gedanken schweifen. Ein Marienkäfer kletter über das Holz und ich beobachte ihn auf seinem Weg, bis er davon fliegt. Ich gehe weiter, zu einem meiner Lieblingsplätze und setze mich erneut. Nachdem ich die Sonne ausgiebig genossen habe, widme ich mich einem Buch, tauche ein in eine Geschichte, die mir hier und da interessante Einblicke in andere Lebensweisen gibt. Leider wird es schon früh wieder kühler und ich gehe langsam zurück, dorthin, wo ich mich mit einem Tee aufwärmen kann.

Ich hoffe, dass ihr auch ein schönes und vor allem sonniges Herbstwochenende genossen habt! Was hat euch besonders gut getan?

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15 Kommentare zu „Herbsttag mit Sonne“

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