Der japanische Garten

An meinen vielen Blumenfotos ist wohl schon deutlich erkennbar: Ich liebe Pflanzen und streife sehr gerne durch verschiedene Gärten.

Bei meinem letzten Besuch saß ich direkt am direkt Ufer, hinter mit das Plätschern des Wasserfalls. Mir zu Füßen der angelegte kleine See. Ich hätte quasi meine Füße eintauchen können, doch dafür war es zu kalt. Immer wieder sprang ein Karpfen aus dem Wasser auf. Das laute Platschen riss mich immer wieder aus meinen Gedanken und der Unterhaltung. Es war ein schöner Austausch, ein gutes Gespräch, ein netter Mensch bei mir. Solche Momente sind kostbar, denn ich schätze gute und intensive Gespräche sehr. Vor alle, wenn ich mich mit einem Menschen ganz offen austauschen kann und weiß, dass auch der andere ehrlich zu mir spricht. Und zwar nicht nur über das Wetter. Es muss nicht immer hohe Philosophie sein, aber eben auch kein Smaltalk.

Das Wetter war gut, die Sonne beschien die Bäume ringsum und brachte Wärme mit sich. Als sie verschwand fröstelte ich sofort.

Besonders freute mich die Anwesenheit zweier Krähen, denn diese Vögel mag ich sehr. Sie geben mir ein gutes Gefühl, sind wie weise Freunde, die ab und zu vorbei schauen.

kraehen

Die Umgebung gab mir ein Gefühl der Ruhe. Der japanische Garten war an jenem Tag genau der richtige Ort, eine kleine Oase zur Erholung. Gedanken können hier ihre Wege gehen, vorbei ziehen wie Wolken. Neben den unangenehmen, aufdringlichen Gedanken, konnten hier neue entstehen. Freundliche Worte, die Kraft geben und befreien.

Welche Gärten mögt ihr besonders gern? Was schätzt ihr an ihnen?

 

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25 Kommentare zu „Der japanische Garten“

  1. In erster Linie mag ich meinen eigenen Garten, der nichts Besonderes ist, auch keinen englischen Rasen besitzt. Aber dort trägt alles unsere eigene Handschrift, dort fühlen wir uns wohl und können uns beschäftigen (manchmal stundenlang), erholen und einfach nur genießen…..

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  2. Schön wie du diese „meditative“ Oase beschrieben hast. Die Gestaltung eines Japanischen Gartens ist ja auch von diesen fernöstlichen Lehren stark beeinflusst.
    Wir lieben unseren Hausgarten, der einem kleinen Park gleicht. Er liegt an einem Wald durch den sich in Sichtweite ein kleiner Bach schlängelt. Wenn er etwas mehr Wasser führt kann man auch das beruhigende Rauschen hören. Unser Garten hat einen kleinen gepflasterten Rundweg , der die Sträucher, Hecken und Stauden von der innen ligenden Rasenfläche trennt.
    Es ist für uns ein geliebtes Ritual mit meditativem Schritt diesen Rundweg mehrfach abzulaufen und den Zustand der Rosen, der Akelei, des Frauenmantel, des Hibiskus, der in weiß, rosa, lila und in tiefem rot blühenden Rhododendren, einer Tellerhortensie, der Kräuterecke, Anemonen, Ziergräsern, einer Krüppelweide usw in Augenschein zu nehmen und sich daran zu freuen. (und dann auch zu wissen welche Pflegemaßnahmen zu ergreifen sind 🙂 ).
    Dann sind wir dankbar, dass wir in diesem kleinen Paradies leben dürfen, (wenn wir nicht gerade in Sachen Reisen unterwegs sind 😉 ).

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  3. Am liebsten mag ich den Garten auf meinem Balkon, wo alles ein bisschen durcheinanderwächst und das Wenigste gezielt gepflanzt wurde. Zum Glück ist es ein größerer Balkon, sodass ich immer was zum Gucken habe. Es ist doch spannend, was alles so wächst. 🙂

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  4. Das Bild erinnert mich irgendwie an Düsseldorf, wo ich auch mal in einem japanischen Garten war. Besonders angesprochen hat mich aber das, was du über Gespräche schreibst! Ja, es ist schön so jemanden zu haben. Wenn ich daran denke, komme ich mir immer irgendwie „so wenig“ vor, weil ich nur selten etwas sinnvolles zu berichten habe. Naja, anderes Thema 😀

    Persönlich mag ich diese kleinen Kräutergärten, zum Beispiel in Zoos oder Klostern ganz gerne. Ich finde es immer fantastisch welche Pflanze welche Wirkung hat und gegen welche Krankheiten man sie einsetzen kann. Wenn ich allerdings die Gedanken schweifen lasse, ist für mich der schönste Garten einer, den ich bei dem Besuch einer schamanischen Schwitzhütte sehen durfte.
    Die Schwitzhütte fand etwas abgelegener auf dem Gelände eines buddhistischen Vereins statt. Wenn man das Gelände betrat lag rechts eine etwas größere Halle der Stille/Meditation, links ein Gebäude im Landhausstil mit den Unterkünften der Bewohner. Es war dort auch viel Holz verbaut, was alles schön warm wirken ließ.
    Vor einem lag dann ein mindestens 60 Meter tiefer Garten, etwas links gelegen eine weiße ca. 4 Meter hohe Stupa, einige Bäume, Sträucher und alles irgendwie harmonisch unordentlich. Dazwischen schlängelten sich zum Teil mit Steinen bepflasterte Wege, aber auch kleine Trampelfade. Dort, wo die Schwitzhütte aufgebaut wurde standen richtig hohe Bäume, wie man sie aus einem Wald kennt. Leider weiß ich nicht mehr ob es Laub- oder Nadelbäume waren. Drumherum Knöcheltiefes Gras zum Abkühlen und Entspannen. Etwas weiter Richtung Mitte hatten wir ein Feuer gemacht, um dort die Steine für die Hütte aufzuheizen. Ok … ich schweife ab, aber der Garten war echt schön! Unordentlich, von allem etwas dabei und doch irgendwie harmonisch.

    Wie immer vielen Dank fürs Mitnehmen!

    Viele Grüße
    Sebastian

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    1. Ich glaube in solchen Gesprächen geht es nicht darum viel zu sagen, sondern offen zu sprechen. Innere Vorgänge zu beschreiben und dadurch eine gewisse Nähe herzustellen. Es gibt aber auch Momente, da ist ein Schweigen genau das richtige.
      Kräutergärten mag ich auch besonders gerne. Dort gibt es immer viel zu entdecken und vor allem zu erschnüffeln.
      Der Garten, den du beschreibst, scheint auch ein ganz besonderer Ort zu sein. Er klingt wunderbar.
      Herzliche Grüße
      Julia

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  5. Die Natur hat immer einen innerlich ausgleichenden Effekt auf mich.
    Aber dein Foto erinnert mich auch an die japanischen und chinesischen Gärten mit Pagode, Wasser, den passenden Pflanzen… im Westpark in München. Ich hab da lange in der Nähe gewohnt und war gerne dort.
    Ansonsten hab ich beim Lesen gemerkt, wir haben einiges gemeinsam. Auch ich schätze die Art Gespräche, die du beschreibst. Auch ich mag die intelligenten Raben-/Krähenvögel, schaue ihnen gerne zu, wenn sie irgendwo staksen oder auch von den Bäumen Nüsse runter werfen, um sie zu öffnen, wie zur Zeit.

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      1. Ja, es gab eine Zeit, da war ich täglich in diesem Park unterwegs. Es war ein schöner Ausgleich zum Alltag. Für das Leben in der Stadt war das ein ziemlicher Luxus.
        Seit ich in der Schweiz lebe, ist es diesbezüglich etwas anders bestellt. Bei meinen letzten beiden Wohnungen hier hatte ich es sehr nah zum – meist menschenleeren – Wald und hab das auch genutzt und genossen.

        Gefällt 1 Person

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