Asphaltschönheiten

Versteckt und Missachtet führen sie ein verborgenes Dasein. Dabei sind sie doch Glücksverstärker im hektischen Großstadtalltag.

Zwischen dem grauen Staub der Stadt, zwischen Abgasen, Müllbeuteln und Zigarettenstummeln sind sie zu Hause. Sie haben sich an diese Gegebenheiten angepasst.

IMG_20160721_163047Ich streife durch die Straße, überall Beton und Steinwände. Die Farbe der Stadt ist grau. Oder? Wenn ich genauer hinsehe entdecke ich die grüne Ader, die sich durch Straßen und Häuserblocks zieht.

Hier und da breitet sie sich aus, wird zu Gärten und Parks. Entlang des Flusses ziehen Wiesen und Bäume ein grünes Band.

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Auch alte Gemäuer werden mit Farben überzogen. Moose, Flechten und rankende Pflanzen weben den alten Beton in ihr einzigartiges Netz ein. Auch da, wo kaum Leben möglich scheint, wächst etwas, krallt sich fest.

Mauern, die abgrenzen sollen, werden überwunden durch Ausdauer und Hartnäckigkeit. Und dann werden sie geschmückt in allen Farben. Eine kleine Revolution.

Ein einzelner Halm, kriecht aus einem kaum sichtbaren Löchlein hervor, genährt von einem Sandkorn und etwas Regenwasser. Für mich sind es immer wieder kleine Wunder, die entdeckt werden wollen.

IMG_20160718_161613Wenn ich das Gefühl habe von der Stadt aufgesaugt zu werden, keine Luft zu bekommen, dann erden mich die lebendigen Schönheiten.Sie geben mir ein Gefühl dafür, dass es an jedem Ort etwas schönes zu entdecken gibt.

Die Straßen, Wände und Bürgersteige, die Betonplatten und Mauern werden lebendig.

Was habt ihr schon in Großstädten entdeckt, dass euch Freude bereitet habt? Seid ihr auch so gerne in Parks unterwegs?

 

 

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11 Kommentare zu „Asphaltschönheiten“

  1. Ups, da war ich zu schnell 🙂
    Und noch mal: Hannover ist an sich schon eine grüne Stadt. Der Stadtwald – die Eilenriede, die vielen Parkanlagen wie die Herrenhäuser Gärten, der Bergarten, die 20.000 Kleingärten, darunter auch meiner :-), die unmittelbare Nähe zu den Leineauen und und und. Das ist der Grund, warum ich meine Stadt so liebe.
    Was es noch nicht so lange gibt, sind die Wildblumen auf den Verkehrsinseln. Manchen Leuten sind die aber ein Greuel, weil sie auf sie ungepflegt wirken und sie seien für Menschen mit Gräserpollen eine Zumutung! Aber da steppt im Sommer der Bär, wenn Hummeln, Bienen und dieses Jahr auch endlich wieder jede Menge Schmetterlingen sich auf das Nektarangebot stürzen. Man muss wissen, ohne die grünen Städte, haben viele Insektenbestäuber keine Chance mehr. Die Landschaft ist intensiv genutzt, die nektarspendenden Blüten sind der großen Stickstoffflut von Düngemitteln zum Opfer gefallen, denn Wildblumen mögen es nährstoffarm!! Die Insekten ziehen in die Städte, da gibt es ein größeres Angebot und v.a. dauerte die Blütezeit länger an, da die Städte durch den Beton wärmer sind. Ich mag diese wilden Inseln!!

    Gefällt 3 Personen

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