Barfuß

Freiheit für die Füße! Statt aufgescheuerten Stellen und stinkenden Schweißfüßen ist heute Barfuß angesagt. So wird aus dem „Leergut-Wegbringen“ eine Tastreise.

Der warme Asphalt unter den Füßen ist rauh. Wäre er noch heißer würde ich mich verbrennen. Aber es geht. Ich gehe. Meine Füße tragen mich voran, neugierig, tastend, intensiv fühlend.

Ich achte viel mehr auf den Weg vor meinen Füßen, auf das Gefühl der Fußsohlen. Kleine Steinchen, Papier oder vertrocknete Gräser: alles fühle ich intensiv. Ich trete vorsichtiger auf. Leider muss ich auch meinen Blick auf den Boden richten, um Glasscherben und anderen Gefahren rechtzeitig auszuweichen. Auch auf eine Wespe möchte ich nicht unbedingt treten..

Natürlich wäre es schöner, über eine Wiese zu spazieren, über feuchtes Moos, weiche Erde. Irgendwann mache ich das auch.

Aber meine Möglichkeiten sind eingeschränkt und ich mache das beste aus meiner Situation. Ich erkunde das was da ist zu Fuß, spüre in mich hinein und gehe plötzlich ganz anders. Vorsichtig, bewusst und irgendwie viel „weicher“. Ich fühle mich freier. Liegt vielleicht daran, dass mir Schuhe meistens nicht besonders gut passen. Daher ist die Fußfreiheit besonders angenehm!

Wann seid ihr das letzte Mal barfuß draußen gewesen?

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45 Kommentare zu „Barfuß“

  1. Außer am Strand und selten mal in der Wohnung gehe ich nie barfuß, das letzte Mal wohl als Kind. Ich habe Angst vor dem Boden, also vor Glasscherben, Zigarettenkippen, Ausgespucktem, einfach vor Schmutz. Und an Kälte erinnere ich mich auch, dann fallen mir Blase und Nieren ein, die bei mir schon zu oft entzündet waren. Trotzdem gefällt mir deine „Tastreise“, sie ist schön erzählt! 🙂

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    1. Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Aber ich wasche mir die Füße danach gründlich und gebe acht, in nichts hinein zu treten. Und bei Kälte laufe ich lieber nur zu Hause zu Fuß 😉 Schön, dass dir meine Tastreise gefällt! Herzliche Grüße, Julia

      Gefällt 3 Personen

  2. Kann nach einer etwas missglückten Fuß-OP nicht mehr so gut auf hartem Untergrund barfuß gehen.
    Aber nutze ansonsten jede weiche Gelegenheit auf dem Rasen, im Sand usw und genieße es dann umso mehr! 😀
    Liebs Grüßle🌻

    Gefällt 2 Personen

  3. Richtig barfuß lieber nicht, obwohl wir ja prima Gras haben. Aber bei all den „Critters“, wie wir hier sagen, laufe ich nicht gerne barfuß rum. Ich werde auch so schon genug gestochen, wenn ich keine Socken an habe. Und in ein Feuerameisennest zu treten, das möchte ich mir doch ersparen. Auch auf einen barfüßigen Tritt auf einen Skorpion kann ich gerne verzichten. 😉
    Hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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      1. Tja, heute morgen waere ich wirklich gerne barfusz hier herumgelaufen, als der Rasen noch schon taufrisch war. Aber wie gesagt …
        Auch Dir einen schoenen Restsonntag,
        Piut

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  4. ich müsste eher darüber nachdenken, wann ich zuletzt schuhe getragen habe – das ist monate her, irgendwann im februar zu einem businesstermin glaube ich ….
    sonst bin ich permanent barfuß, ob bei gebirgswanderungen oder in der stadt, zuhause oder zum schwimmen, die eigenen füße passen doch überall am besten!

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      1. Das ist unterschiedlich. Es gibt so schöne Gegenden, da kann man auf festem Untergrund stundenlang laufen. Natürlich muss man etwas vorsichtig sein. Ich liebe es, mich im Watt aufzuhalten. Ist eine ganz besonder Atmosphäre!

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  5. Ich habe keine Probleme damit überall barfuß zu gehen. Im Gegenteil selbst spitze Steine fühlen sich interessant an. Leider bekomme ich sehr schnell kalte Füße, also bleibt barfuß nur im Hochsommer eine Option.

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      1. Da hast du recht. Ich glaube bei mir ist das Problem tatsächlich, dass ich zu viele nicht-Bewegungszeiten dazwischen habe und dann dauert es ziemlich, bis meine Füße wieder warm werden.

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  6. Wann immer ich kann gehe ich barfuss und finde das Gefühl auch „normal“, wenn ich ehrlich bin. Ich bin nicht so der klassische Gerne-Schuhträger und wenn es draussen nicht so steinig oder betonig wäre und im Winter so eisig, würde ich vermutlich NOCH mehr barfuss laufen 😉

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