Freud und Leid

Das Leben besteht nicht nur aus Freudenmomenten. Auch wenn ich hier auf meinem Blog hauptsächlich über diese schreibe. Mir ist bewusst, dass es ohne den Ausgleich durch andere Gefühle keine Freudenmomente geben kann.

Es ist mir wichtig auch einmal die andere Seite anzusprechen. Gefühle wie Trauer, Wut, Enttäuschung und Angst gehören genauso dazu wie Freude, Überraschung und Liebe. Es muss im Gleichgewicht bleiben.

Auch wenn wir bei manchen Menschen das Gefühl haben, dass sie glücklich und immer gut drauf sind: Wir alle haben ein Spiegelbild. Das typische Eisbergprinzip eben. Wer möchte schon in die Tiefe blicken? Unsere Freunde und unsere liebsten Menschen tun das und sie trauern mit uns, lassen uns auch mit unseren gesellschaftlich weniger akzeptierten Gefühlen nicht im Stich. Und da sind wir dann schon wieder bei den Freudenmomenten. Auch in Trauer oder Angst kann ein Hauch von Freude schlummern. Zum Beispiel, wenn wir bemerken, dass wir damit nicht allein sind, dass es Hoffnung gibt oder eine Besserung in Sicht ist. Manchmal ist es nur ein kleiner Funke. Aber es kann ja nicht immer regnen.

Ein eher negatives Gefühl einfach so anzunehmen, wie es da ist, das ist wahrlich eine Kunst. Wer ist schon gerne enttäuscht? Oder fühlt sich hintergangen? Es muss uns nicht gefallen, aber was bringt es dagegen anzukämpfen? Vor allem, wenn doch das Leben aus dem ganzen menschlichen Gefühlsspektrum besteht. Gefühle (bis zu einem gewissen Grad) auszuleben finde ich sehr wichtig. Und zwar nicht nur Freude.

Wie seht ihr das? Ich fand es einfach sehr wichtig, auch darüber etwas zu schreiben.

 

 

 

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16 Kommentare zu „Freud und Leid“

  1. Selbstverständlich stimme ich dir zu. Gefühle wollen gelebt werden. Ein Geschenk, wenn man Menschen um sich hat, die keine Scheu haben vor negativen Gefühlen.
    Ich zieh mich zurück, gehe laufen und lass kommen, was sich zeigen will. Und meist ist es dann auch schnell vorüber. Gereinigt, wie die Luft nach einem Sommergewitter.

    Gefällt 6 Personen

  2. Es ist sehr wichtig alle Gefühle , egal ob Freude, Leid oder auch Enttäuschungen zuzulassen und zu lernen damit umzugehen denke ich.
    Mindestens genau so wichtig ist es für mich bzw mein Empfinden und gemachte Erfahrungen aber auch, sich nicht vom Leid oder Negativem, auch das anderer Menschen herunterziehen zu lassen.
    Liebe Grüße🌻🌞

    Gefällt 5 Personen

  3. Klingt vielleicht doof und teilweise abwegig, aber wenn ich nicht zu sehr in meiner schlechten Laune feststecke, nutze ich sie, um mir über meine eigenen Bedürfnisse klar zu werden.

    Bei guter Laune ist ja alles in Ordnung, wobei schlechte Laune ein guter Hinweis dafür ist, dass wir nicht das machen, was wir eigentlich möchten. Diese Hinweise sind manchmal ganz nützlich, finde ich, da sie ohne große Anstrengung von alleine auf einen zurasen.

    Im Nachhinein kann ich es dann auch schon mal gut finden, schlechte Laune gehabt zu haben, weil ich auf die Art und Weise mir selbst ein Stück näher gekommen bin 🙂

    Alle Gefühle sind wichtig und haben ihre Berechtigung!

    Lieben Gruß
    Sebastian

    Gefällt 7 Personen

  4. Liebe Julia,
    ich bin immer wieder von den Coinzidenzen begeistert, die sich bei wordpress aber auch sonst wo im Leben zeigen. Gerade eben habe ich ein anderes post gelesen, daß etwas vergleichbares zum Inhalt hatte. Es gibt Gemeinsamkeiten im Erleben auf der Erde. Wir sind nicht allein mit unseren Gefühlen, Gedanken und Taten.
    Liebe Grüsse – Uta

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Uta,
      magst du diesen anderen Beitrag vielleicht verlinken? Ich finde es auch total schön immer wieder von anderen Menschen und ihrem Erleben zu lesen und Gemeinsamkeiten zu finden.Du bringst es auf dem Punkt: Wir sind nicht allein! Jeder hat so eine eigene Art und bringt neue Ideen und Gedanken ein und trotzdem überschneiden sich manche Beschreibungen.
      Liebe Grüße
      Julia

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  5. Das gesamte Gefühlsspektrum macht den Menschen, sein Wesen aus. Was wäre er ohne sie? Gefühle sind ein Orchester und jedes hat seinen Platz. Es liegt an mir, der Dirigentin, zu entscheiden, welche Musik gespielt wird und wie laut und wie lange einzelne Gefühle klingen dürfen. Aber alle haben ihren Platz und ihre Berechtigung! Wut als Zeichen: „Hier stinkt mir was ganz gewaltig!“ selbst Neid, denn er ist ein ganz intensives Gefühl für eine not- wendige Veränderung im Leben. Ich versuche Gefühle nicht mehr zu bewerten, gut oder schlecht. Sondern sie anzunehmen, zu hinterfragen und dann zu entscheiden, ob ich sie für den Moment ausleben oder sie ändern möchte. Für letzteres gibt es verschiedene Möglichkeiten, hauptsache es tut mir gut! Ich wünsche dir eine schöne Woche! LG Simone

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Simone, vielen Dank für deine sehr wichtigen Worte. Der Vergleich mit einem Orchester gefällt mir sehr gut. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich Dirigent spielen 😉 Ich wünsche dir eine ganz tolle Woche und viele angenehme Momente!
      Liebe Grüße
      Julia

      Gefällt 2 Personen

  6. Ich begrüße es, dass du diese Seite ansprichst, denn sie gehört unweigerlich dazu. Immer nur Eitel Sonnenschein, das geht nicht. Ich glaube, so habe ich es jedenfalls für mich bisher erlebt, dass erst das Zulassen oder gar Annehmen von unangenehmen Gefühlen dazu führt, dass sie auch wieder abebben. Ohne dass ich dann dagegen kämpfen müsste, dass sie wieder kommen. Sie kommen und gehen, ganz von selbst. Und danach ist das Gefühl kompletter. Eine andere Tiefe stellt sich ein. Und Freudenmomente, wenn ich dann wieder in solche schwinge, sind dann wirklich da, echt, groß.

    Gefällt 2 Personen

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