Mein Comic-Ich

Jackys Art

Nachdem er so lange Zeit kaum etwas Schönes für mich bereit hielt, scheint sich mein Briefkasten für immer mehr positive Überraschungen zu öffnen! Ich habe wieder einmal etwas sehr erfreuliches dort drin entdeckt. Bitte lieber Briefkasten, hör nicht damit auf!

Gut verpackt in einem großen Umschlag kam ein Kunstwerk an. Ich brauchte eine Weile um es vollständig auszupacken, aber dann sah ich meinem Comic-Ich entgegen.

Die liebe Jacky hat mich auf ihre eigene Art und Weise bildlich festgehalten. An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank dafür! Ich freue mich sehr über dieses persönliche Geschenk. Ein schönes Gefühl, dass sich ein lieber Mensch für mich hingesetzt und etwas geschaffen hat, sich Gedanken gemacht hat.

Es ist irgendwie seltsam einer Version von sich selbst entgegen zu sehen. Erst denke ich „Wow“! Dann schaue ich es immer wieder an, frage mich: „Sehe ich so aus?“, schaue in den Spiegel, wieder auf das Bild. Es irritiert und erfreut zugleich. Es ist eben nicht genau dasselbe wie ein Spiegelbild. Eher eine andere Version von mir. Manche Facetten hervorgehoben, andere bleiben im Hintergrund. Eine eigene Interpretation.

Für mich eine Inspiration zu Gedankenexperimenten. Wenn ich eine Comicfigur wäre, wie wäre wohl mein Charakter dort? Was für ein Charakter passt zu diesem Bild? Was meint ihr? Was würde so ein Charakter sagen, wie würde er sich verhalten? In was für einem Comic würde er umher streifen? Welche Geschichte könnte dieses Gesicht erzählen?

Dieses Kunstwerk bringt mich zum nachdenken über mich selbst, über Kunst und über uns Menschen. Was haben wir für ein Bild von uns selbst? Wie sehr schwankt es, oder ist es konstant? Wer würde ich gerne sein oder bin ich bereits der Mensch, der ich sein möchte?

So viele Gedanken und Fragen.. Vielleicht mögt ihr eure mit mir teilen?

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31 Kommentare zu „Mein Comic-Ich“

  1. ich habe im laufe meines lebens so viele interpretationen über mich bekommen, dass ich allmählich nicht mehr genau weiß, wer ich eigentlich bin. eine interpretation in form eines comics war allerdings noch nicht dabei. vielleicht wäre eine solche die zutreffende…

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  2. Ich entdecke und entwickle immer wieder Neues an mir. Heute kam mir der Gedanke, das es nicht schlecht wäre mich immer wieder neu zu erfinden.. So wie es viele Künstler mit ihrem Image tun….Zumindest eröffnet das völlig andere Erfahrungen. Vielleicht funktioniert das ja….

    Ein tolles Geschenk……

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  3. Ich bleibe an dem Wort „mein Comic-Ich“ hängen. Comics waren in meiner Kindheit Fix und Foxi und andere nicht menschliche Gestalten. Von daher würde ich bei Menschen nicht von Comic-Ich sprechen. Heutige Jugendliche schauen und zeichnen und Mangas. Graphic Novel wäre der Begriff den ich für die Geschichte um dieses Bild verwenden würde. Ich könnte mir eine lesenswerte Geschichte um die Protagonistin vorstellen.
    Liebe Grüsse – Uta

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    1. Ich kann nachvollziehen, dass du unter“Comic“ etwas anderes verstehst. Für mich waren die Protagonisten von Comis auch erstmal nur Tiere und Phantasiegestalten. Bis ich irgendwann die amerikanischen Comics kennen lernte. Mangas und Graphic Novels lese ich auch gerne, empfinde den Stil der Zeichnung aber dennoch als comichaft 😉 Aber im Grunde finde ich darf da jeder seine eigene Definition haben. Die Geschichte rund um diese Protagonistin fände ich interessant zu erfahren.. könnte ich zeichnen, würde ich mir vielleicht etwas ausdenken. Aber da sind meine Fähigkeiten sehr begrenzt.
      Liebe Grüße
      Julia

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      1. Meine zeichnerischen Fähigkeiten sind auch begrenzt. Aber ich habe neulich ein junges Mädchen mit teuren Stiften tolle Mangas zeichnen gesehen. 🙂 Der/die Zeichner(in) hat in der Hand, die Geschichte entstehen zu lassen.
        Lieben Gruß – Uta

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      2. Ein schönes Gefühl, die Fäden mal in der Hand zu halten. Gut, dass man das auch mit Worten kann. Wobei das Zeichnen natürlich noch einmal ganz andere Welten entstehen lässt.
        Liebe Grüße
        Julia

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  4. Das ist wirklich ein edles Geschenk.
    Ich denke, je nach Befindlichkeit sehen wir uns immer wieder anders, so dass es kein festes Bild von uns gibt. Das fänd ich übrigens auch langweilig. Wo bleibt da die Herausforderung?

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  5. Ein spannender Impuls, über das eigene Comic-Ich nachzudenken. Ich könnte das gar nicht beantworten. Es käme ja darauf an, welche Leser mich durchblättern würden! In den Händen von Teenagern wäre ich sicher nicht dieselbe als in denen von Geschäftsleuten, die sich in der Mittagspause mit mir die Zeit vertreiben. 😉

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  6. Die Person im Bild scheint mir ein großes Herz zu haben, meist in sich zu ruhen und eine große echte Freundlichkeit auszustrahlen.

    Das Bild von sich selbst… Meins von mir wandelt sich im Lauf der Jahre, ich werde mehr ich selbst, d.h. es fällt das ab, was gar nicht zu mir gehört, was ich vielleicht sein wollte, aber merke, dass ich es nicht brauche. Ich fühle mich auf diese Weise blanker werden, purer, es fühlt sich entspannend an, obwohl der Prozess an sich mitunter anstrengend zuzulassen ist und manchmal auch schmerzhaft ist. Aber was darunter hervorkommt, mag ich.

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  7. Dein Comic-Ich sieht wissend aus. Zuerst sah ich durch das Lächeln deine Freundlichkeit, aber dann war da noch mehr. Ich kam nicht sofort darauf, bis es plötzlich klick machte. Du hast einen Blick, als würdest du mehr wissen. Was für ein Geschenk.

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      1. Du hast offensichtlich den Blick für die kleinen Wunder, die wir meist übersehen. So ein Löwenzahn, der sich durch den Asphalt bohrt zum Beispiel. Jeder hat mal einen Löwenzahn angefasst und jeder kennt die Härte von der Straße. Aber bemerken wir das Wunder, dass da direkt vor uns steht? Du scheinbar schon.

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  8. Interessant, wie dein eigenes Comic-Ich, das von einer anderen Person geschaffen wurde, deine Gedanken anregt. Ich frage, ob es mit der eigenen Stimme vergleichbar ist, die man z.B. aus dem Radio hört und die einem sehr fremd vorkommt.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit….

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